Mumble


Mumble ist, ähnlich wie TeamSpeak, ein weiteres sehr beliebtes Programm für Online-Gamer. Es ist kostenlos, Open-Source und komplett auf deutsch erhältlich.

Mumble hat einige interessante Eigenschaften wie eine gute Ausnutzung der verfügbaren Bandbreite sowie eine sehr gute Sprachqualität. Mumble enthält ebenfalls einen Overlay, welcher Euch in Spielen die Namen der sprechenden Personen anzeigt.

Ebenfalls bietet Mumble die Möglichkeit von positionellem Audio (d.h. ähnlich dem 3D Sound bei TeamSpeak 3), allerdings muss Euer Spiel dies auch extra für Mumble unterstützen (eine Liste mit solchen Spielen findet Ihr hier).

Für Mumble gibt es ebenfalls eine Server-Version, die jedoch "Murmur" heisst und - zumindest bei Windows - bei der Installation von Mumble gleich mitinstalliert werden kann.


 


Mumble installieren

Ladet Euch zunächst das Programm hier herunter. Es gibt jeweils Versionen für Windows, Mac OS X und Linux. Für Windows öffnet Ihr einfach das Setup-Programm und geht bei der Installation vor, wie Ihr es auch von anderen Programmen her gewohnt seid. Im Laufe des Setups könnt Ihr Euch entscheiden, ob Ihr die Server-Version ("Murmur") mitinstalliert haben wollt.

Für Linux benutzt Ihr am besten Euren distributionsspezifischen Paketmanager. Mumble dürfte für die meisten Distributionen verfügbar sein. Es gibt zwar auch eine statische Version für alle Linux-Distributionen, allerdings sollte diese, wenn möglich, nicht benutzt werden, da sie noch nicht sehr stabil sind. Beachtet bitte, dass Ihr die Server-Version "Murmur" bei Linux als extra Paket herunterladen müsst.

Mumble konfigurieren und benutzen

Beim ersten Start von Mumble werdet Ihr gefragt, ob Ihr den Audio-Assistenten starten wollt, was Ihr am besten bejaht.


 


Danach bekommt Ihr die Möglichkeit, Euer Ein- und Ausgabegerät auszuwählen und könnt noch, wenn Ihr möchtet, 3D-Sound aktivieren, indem Ihr ein Häkchen bei "Postitionsabhängiges Audio aktivieren" setzt.


 


Im nächsten Schritt geht es um die Verzögerungszeit von Sound. Bewegt den angezeigten Schieberegler so weit nach links, solange Ihr keine Unterbrechungen oder Tonstörungen wahrnehmt. Klickt anschließend auf "Weiter".


 


Als nächstes geht es um die Eingabelautstärke Eures Mikrophons bzw. Headsets. Öffnet Euren bevorzugten Soundmixer (z.B. das Standardprogramm von Windows) und stellt die Eingabelautstärke Eures Mikrophons ganz nach oben. Anschließend sprecht Ihr ganz laut, so wie wenn Ihr wütend seid. Setzt Eure Mikrophonlautstärke so lange herunter, bis der flackernde Balken beim Sprechen kurz vorm roten Balken stehen bleibt.

Anschließend redet Ihr noch einmal ganz leise (aber nicht unbedingt flüstern) und verändert den Schieberegler so, dass der Balken beim Sprechen im grünen Bereich und beim Schweigen im blauen Bereich ist. Wenn Ihr fertig seid, klickt auf "Weiter".


 


Im nächsten Fenster habt Ihr, genau wie bei TeamSpeak, die Möglichkeit, entweder durch Drücken einer bestimmten Taste Euer Mikrophon/Headset zu aktivieren (wählt hierfür "Push-To-Talk" und gebt anschließend eine Taste(nkombination) ein). Diese Option ist empfehlenswert, wenn Ihr ein Mikrophon benutzt.

Oder Ihr möchtet, dass Euer Mikrophon/Headset ab einer bestimmten Lautstärke automatisch aktiv wird. Wählt hierfür "Signal-Rausch-Verhältnis" und fangt an zu sprechen. Ihr solltet im grünen Bereich landen, und während Ihr beim Sprechen bleibt, sollte sich der Balken immer noch im gelben Bereich befinden. Wenn Ihr schweigt, sollte der Balken um roten Bereich sein. Wenn dies nicht ganz hinhaut, könnt Ihr unten den Schieberegler benutzen, um die farblichen Bereiche zu verändern.

Drückt anschließend wieder auf "Weiter".


 


Nun könnt Ihr noch Qualitätseinstellungen vornehmen. Für die meisten Internetbenutzer empfiehlt es sich, die voreingestellte Option "Ausgeglichen" beizubehalten. Solltet Ihr Euch in einem LAN befinden und somit eine höhere Bandbreite zur Verfügung haben, wählt ruhig die Option "Hoch" und test, ob damit ein angenehmer Betrieb möglich ist.

Im unteren Optionsfeld "Benachrichtigungen" könnt Ihr festlegen, ob Ihr Euch eventuell auftauchende Sounds durch Text-To-Speech vorsprechen lassen möchtet (erste Option [die Standardstimmen von Windows sind übrigens ziemlich nervig]) oder lieber die mitgelieferten Sounds benutzen wollt (zweite Option).


 


Zu guter Letzt wird noch ein beispielhafter 3D-Sound abgespielt. In der Grafik seid Ihr der rote Punkt in der Mitte. Die zwei gelben Punkte repräsentieren Eure Boxen. Solltet Ihr Kopfhöhrer benutzen (wie z.B. bei einem Headset), dann setzt ein Häkchen bei "Benutze Kopfhöhrer". Der grüne Punkte schwirrt um Euch herum und simuliert den 3-dimensionalen Sound. Ihr könnt ihn auch manuell bewegen, indem Ihr mit der linken Maustaste irgendwo in das Feld drückt und den grünen Punkt durch Gedrückthalten der Maustaste umherbewegt.

Drückt nun auf "Weiter" und anschließend auf "Abschließen".

Als nächstes erhaltet Ihr eine Liste mit weltweiten Mumble-Servern angezeigt (besser gesagt: Murmur-Server). Automatisch sollte Deutschland aktiviert worden sein. Die Liste ist nach Pings sortiert; in der rechten Spalte seht Ihr, wieviele Benutzer momentan mit dem Server verbunden sind.

Sucht Euch einen Server aus und drückt anschließend auf "Verbinden", woraufhin Ihr auch gleich einen Benutzernamen auswählen müsst.


 


Ihr solltet jetzt mit einem Server verbunden sein und Euer Mumble-Fenster sollte ungefähr so wie unten aussehen:




Die Radarsymbole vor den Namen stellen die verschiedenen Räume dar (das Serversymbol hat zusätzlich noch grüne Antennen) und die Namen mit dem Lippensymbol davor repräsentieren die einzelnen Benutzer auf dem Server.

Durch Doppelklicken auf einen Raumnamen könnt Ihr den Raum betreten (sofern Ihr dazu berechtigt seid) und durch Doppelklicken auf einen Benutzernamen könnt Ihr dem Benutzer eine Textnachricht zukommen lassen (ebenfalls eine Berechtigung nötig).

Für den Rest experimentiert Ihr am besten ein bisschen mit dem Programm herum, um ein Gefühl für die verschiedenen Optionen zu bekommen. Drückt evtl. einmal auf "Konfiguration" und dann "Einstellungen", um z.B. Tastaturkürzel festzulegen oder alte Einstellungen zu revidieren.


Viel Spaß!



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